Namutamba liegt 80 km nordwestlich von Kampala.
Hier betreibt das DMÄT eine Dorfgesundheits- und Entbindungsstation. In
der Dorfgesundheitsstation werden täglich bis zu 50 Patienten behandelt
und somit die Basisgesundheitsfürsorge für den gesamten Ort sowie die
umliegenden Dörfer gewährleistet. Für Impfkampagnen finden regelmäßige
Outreaches auch in abgelegenere Gebiete statt. Die
Dorfgesundheitsstation verfügt über einen Krankenwagen zur
Weiterleitung Schwerkranker in das nächste Krankenhaus. Derzeit
arbeiten von Seiten des DMÄT zwei Krankenschwestern sowie zwei
Krankenpfleger in der Dorfgesundheitsstation.
1986 sandte das Deutsche Missionsärzteteam zum ersten Mal zwei Krankenschwestern
nach Namutamba. Sie begannen mit ihrer Arbeit damals in einer kleinen
leerstehenden Kirche. Die Bewohner des Dorfes reparierten zunächst das
Dach, und schon bald konnte mit einem Anbau begonnen werden.Bereits im darauffolgenden Jahr wurde es dank der Unterstützung von
vielen Freunden aus Deutschland möglich, einen alten Landrover zu
erwerben und als Krankenwagen umzubauen.
Seit dieser Zeit sendet das DMÄT regelmäßig Mitarbeiter für Kurzeinsätze zwischen ein und drei Jahren nach Namutamba.
Neben der Dorfgesundheitsstation wurde vom DMÄT ein Rehazentrum in
Namutamba mit aufgebaut. Seit einigen Jahren wird es von der Neukirchener
Mission in Zusammenarbeit mit der Church of Uganda geleitet und je nach
Möglichkeit durch Physio- bzw. Ergotherapeuten des DMÄT unterstützt.
Behinderte führen in Ländern wie Uganda oft noch
buchstäblich ein Schatten-Dasein, von der Familie aus Scham versteckt und in
keiner Weise gefördert. Die wenigen sozialen Programme, die sich hier um
Abhilfe bemühen, sind bei weitem nicht flächendeckend. So entstand durch die
Initiative von Burckhard und Christa Schweinberger in Namutamba ein Heim, in
dem seit 1995 behinderte Kinder aufgenommen werden. Seit 1997 befindet sich das Rehazentrum unter der Trägerschaft der Neukirchener Mission e.V . Die Kinder werden medizinischen Fachleuten vorgestellt, um
zu entscheiden, ob eine Korrektur-Operation möglich ist oder ihnen z.B. durch
Gehhilfen und Krankengymnastik geholfen werden kann, damit sie sich besser
fortbewegen und wenn möglich einen Beruf erlernen können. Falls eine Operation
ansteht, wird dem Patienten diese im Universitäts-Krankenhaus in Kampala
vermittelt. Danach erfolgt bis zur Entlassung nach Hause die Weiterbehandlung
im Heim. Daneben erhalten die Kinder Schulunterricht durch einen Lehrer aus
einer nahe gelegenen Schule; auch lernen sie viel Praktisches in Haushalt und
Garten, während sie Gäste in Namutamba sind. Dass sie gleichzeitig Jesu Liebe ganz praktisch spüren
können und auch Konkretes über IHN erfahren, war von Anfang an Triebfeder
dieser Arbeit.
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